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Geschichte

Stadtkirche St. Ägidien in Waldenburg


„Dieses Gotteshaus haben von Grund auf neu erbauen lassen weyland der hochgeborene Graf und HerrGeorg Friedrich der Ältere, Graf von Hohenlohe und Herr zu Langenburg und dessen Gemahlin, Frau Dorothea geborene Reussin von Plauen, welcher Bau in fünf Jahren, also nemlich von anno 1589 bis 1593 vollbracht, in anno 1717 aber, und also am evangelischen Jubeljahr wiederum renoviert wurde


So lautet an der vorderen rechten Säule der Kirche die Inschrift, die bei Instandsetzungsarbeiten im Jahre 1929 bloßgelegt wurde. 1589 bis 1593 wurde an den alten gotischen Chor eine dreischiffige Halle mit Kreuzgewölbe auf 4 Pfeilern im Renaissancestil angebaut. Der Chor wurde zur Grablege des Grafenhauses. Der württembergische Baumeister Heinrich Schickhardt wirkte beratend mit. Der wuchtige, viereckige, 32 Meter hohe Turm mit fünf Stockwerken und seinem schön geformten, schiefergedeckten Helmdach ist mit dem Mändles- und Lachnersturm weit in die Ebene hinaus zu einem Wahrzeichen unseres Heimatortes geworden.


1972/74 erhält die Kirche ihr heutiges Aussehen. Durch den Abbruch der Seitenemporen und der Orgelempore im Chor wird die Kirche wesentlich heller, das Kirchengestühl ausgebaut und eine variable Bestuhlung mit ca. 200 Sitzplätzen installiert. Die Ehrlich - Orgel wird umgebaut und in das Parterre des Chorraums gestellt.


2003, im Jahr der Bibel, das mit dem 750 jährigen Jubiläum der Stadt Waldenburg zusammenfällt, ist es der Kirchengemeinde möglich, durch eine großzügige Einzelspende die Gestaltung eines großen, farbigen Kirchenfensters in Auftrag zu geben. Als Motiv soll ein Bezug zur Bergpredigt enthalten sein. So entsteht von der Hand des Künstlers Prof. Hans Gottfried von Stockhausen zum Kernstück der Bergpredigt, den Seligpreisungen, dieses am Sonntag Kantate, den 9. Mai 2004 feierlich eingeweihte Glasfenster. In diesem Fenster sind die Worte der Seligpreisungen lesbar angebracht, aber auch graphisch dargestellt.


2007, am Ostersonntag wird das kleinere Glasfenster eingeweiht. Die Künstlerin Ada Isensee führt beim Einweihungsgottesdienst aus, dass das Fenster den Besucher unserer Kirche in das Wunder des Glaubens hineinnehmen möchte. Die ausströmende Ruhe in der Großflächigkeit des Blaus möchte den Betrachter innerlich berühren. In diesem Blau ein Kreuz, dessen Querbalken ein noch dunkleres Blau trägt. Der vertikale Stamm des Kreuzes verändert sich vom Blau ins Rot. In der Mitte Licht gewordene Weinblätter. Die Engel in der Zone zwischen Himmel und Erde.


Dorfkirche St.Wolfgang in Westernach


Die Westernacher Kirche wurde von 1970 bis 1974 renoviert. Die Kirche ist dabei heller und freundlicher geworden. Anstelle der Kanzel entstand ein Pult, aus dem Altarraum wurde das Gestühl herausgenommen und ein neuer fast doppelt so großer Altar geschaffen. Der Taufstein aus dem Jahre 1715 und der gekreuzigte Jesus finden wieder einen guten Platz in der renovierten Kirche. Erbaut wurde das Kirchlein in einem aus romanischen und gotischen Elementen gemischten Stil in vorreformatorischer Zeit um 1420 bis 1470.