Bau- und Entstehungsgeschichte

In mittelalterlicher Zeit war die Kirchengemeinde  dem Kloster Lichtenstern unterstellt.

Es gibt keine genauen Pläne über die Größe und Ausgestaltung  der Kirche in jener Zeit.

Es dürfte sich bei der Vorgängerin der heutigen Kirche um einen rechteckigen Saal mit quadratischem Ostchor, darüber der Turm, gehandelt haben. Für  das Jahr 1583 sind größere Bauausgaben erwähnt, wahrscheinlich um die Baufälligkeit einzudämmen. 1612 wird 1 Gulden ausgegeben, um ein Fenster hinten in den (vermutlich dunklen romanischen) Chor zu machen und 1613 bezahlt die Kirchengemeinde 3 Gulden, um den Altar abzubrechen und verkleinert wieder aufzusetzen, damit die Kommunikanten um ihn herum gehen könnten.

 

Zur gleichen Zeit im Jahr 1612 wurde bereits mit dem Bau eines Pfarrhauses begonnen und in diesem Zusammenhang auch über einen Erweiterungsbau der Kirche nachgedacht.

Dem Pfarrhaus und vor allem der Kirche kamen zu gute, dass der Stuttgarter Hofbaumeister Heinrich Schickhardt  durch Aufträge der Hohenloher Fürsten in der Gegend verweilte und so auch mit dem Bau der Kirche in Adolzfurt beauftragt wurde.

Schickhardt fertigte die Pläne und der Burgvogt von Neunstein, Georg Kern, wurde mit der Bauleitung betraut.

Da die alte Kirche baufällig und der Größe der Gottesdienstgemeinde nicht mehr angemessen war, wurde geplant, eine ganz neue Kirche zu errichten.

Und so wurde unsere Kirche in den Jahren 1618-1621 in ihren jetzigen Ausmaßen gebaut.

Beim Baustil schlich sich eine „heimlich Gotik“ ein, was am dreiseitigen Chorabschluss und den Spitzbogenfenstern (ohne gotisches Maßwerk) deutlich wird.

Im Laufe der Jahre wurden in der Kirche immer wieder Renovierungs- oder auch Änderungsarbeiten durchgeführt. Bei der letzten größeren Innenrenovierung wurde versucht, wieder möglichst nahe an den Originalzustand zu gelangen.