Chorraum und Altar

Im Chor ist das Chorgestühl dem achteckigen Grundriss angepasst. Es diente ursprünglich als Sitz für die Kirchenältesten (Kirchengemeinderäte).

Im Chorgestühl wurde die ursprüngliche ornamentale Bemalung nicht freigelegt, wie bei den Emporen und der Kanzel. Der Grund war die Übermalung aus dem Jahre 1820, die eine Seltenheit für Chorgestühle aufweist. Sie zeigt an den Rückwänden Landschaftsmalereien.

 

Im Chorraum befindet sich der Altar

 

Auf dem Altarstein sind zu sehen:

In der Mitte das Lamm Gottes mit der Siegesfahne, das auf dem Buch mit den sieben Siegeln ruht. Links und rechts davon sind die Symbole α  (Alpha)   und ω (Omega), der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets (vgl. Offb. 1,8) abgebildet.

Auf den Sockelbildern sind Taufe und Abendmahl dargestellt.

Der Aufsatz bildet eine Kreuzigungsdarstellung, die neben Jesus, Maria und Johannes zeigt. Diese Figuren sind eine Seltenheit, denn sie wirken, obwohl sie eine Sägearbeit sind,  plastisch.

Eine Künstlerbezeichnung ist nicht zu finden. Doch auf der Rückseite trägt der Altar die Stifterinschrift: „Gott zu Ehren und der Kirche zum Wohlstand hat die hochgeborene Gräfin und Frau Dorothea Elisabeth geborene und vermählte Gräfin von Hohenlohe und Frau zu Langenburg etc. diesen Altar verfertigen und anhero setzen lassen anno 1684. Renoviert 1753.“

 

 

 

 

 

 

Die drei Chorfenster wurden 1967 erneuert und zeigen nachvollziehbare Begebenheiten aus dem Leben Jesu.