Zur Geschichte der Kirchengemeinde

Unsere Kirchengemeinde gehört politisch zur Großgemeinde Bretzfeld, Von den 12 Teilgemeinden gehören 10 Orte zum Dekanat Weinsberg. Nur die Ortsteile Adolzfurt und Scheppach werden vom Dekanat Öhringen betreut und bilden seit 1950 eine Kirchengemeinde

Außer Scheppach und Adolzfurt gehören noch die Außenorte Hälden, Hahnenbusch, Hohenacker und einige Aussiedlerhöfe zur Kirchengemeinde

Adolzfurt, liegt  am Fuße sonnenreicher Süd- und Südwesthänge und ist deshalb auch eine altbekannte Weinbausiedlung.  Diese Gemarkung dürfte bereits im 8. oder 9. Jahrhundert besiedelt worden sein; gesichert urkundlich erwähnt wird Adolzfurt 1327.  Bereits im Jahre 1336 wurde Adolzfurt sogar das Stadtrecht verliehen. Geblieben ist das Marktrecht, was jedes Jahr eindrucksvoll am Sonntag nach Fronleichnam deutlich wird. Aus nah und fern  trifft sich die Bevölkerung zum Holz- und Krämermarkt, auf dem auch die Kirchengemeinde ihre Stände hat.

In früherer Zeit wurde das Ortsbild von Adolzfurt durch die Landwirtschaft und vor allem durch seine verschiedenen Handwerker  geprägt. Es gab mehrere Schneider, Schreiner,  Wagner, Schmiede, Bäcker, Metzger und natürlich Küfer.

Heimgesucht wurde die Ortschaft immer wieder durch brandschatzende Truppen oder vor allem durch Epidemien.

Mittlerweile sind nur noch wenige Familien in der Landwirtschaft tätig. Die meisten Familien betreiben den Obst- und Weinbau als Nebenerwerb.

Heute ist in Adolzfurt der Sitz der weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Weinkellerei Hohenlohe e.G.

Scheppach, wurde etwa 100 Jahre später  besiedelt.  Urkundlich erwähnt wird es bereits im Jahre 1257. Es lag einst an der alten Straße Weinsberg-Öhringen und war wahrscheinlich im 12. Jh. Reichsbesitz.  Es gehörte ab 1407 zu den Weinsbergischen Herrschaftsbesitzungen.  Die Bevölkerung war in den vergangenen Jahrhunderten  zu 90 % in der Landwirtschaft tätig und zu ca. 10 % im produzierenden Gewerbe, - meist Handwerker. Der Weinbau errang hier im Laufe der Jahre immer größere Bedeutung. Kirchlich gehörte Scheppach bis 1950 zur Kirchengemeinde Waldbach und damit zum Dekanat Weinsberg.

 

In früherer Zeit galt die Brettach als Grenzfluss. Doch mittlerweile sind die beiden Ortsteile nicht nur optisch zusammengewachsen.

Das Vereinsleben in beiden Dörfern wird geprägt von den jeweiligen Landfrauenvereinen, dem Wengerterverein,  dem Sportverein ASV Scheppach-Adolzfurt,  dem Männergesangverein Adolzfurt, dem Gemischten Chor Scheppach.

Von den etwa 2.000 Einwohnern (Stand 31.12.2013) der beiden Orte gehören ca. 1.114 Gemeindeglieder (Stand 31.12.2014) der Evangelischen Kirchengemeinde an. Die Ungarn-Deutschen, die nach dem 2. Weltkrieg hier eine neue Heimat gefunden haben, gehen meist nach Bretzfeld zur katholischen Kirchengemeinde.

Wenn Sie von Richtung Öhringen kommend über den Stöckig fahren, zweigen Sie auf der Höhe links ab in die Weinberge, dann können Sie einen Blick auf unsere Gemeinde und die Weite der Landschaft werfen.