Neues vom Gemeindebrief April und Mai

Auf dieser Seite können Sie ausgewählte Inhalte aus unserem aktuellen Gemeindebrief entdecken. Besinnliche Texte von Pfarrerin Fritz, Rückblicke auf unsere Gemeindeaktivitäten, sowie Veranstaltungshinweise und einen Plan für feststehende Termine.

Aus Gründen des Datenschutzes und des Urheberrechtes werden wir auf Fotos, Grafiken und Zeichnungen leider verzichten. Auch mit Namen, Telefonnummern und E-Mailadressen werden wir uns an dieser Stelle zurückhalten. Wir bitten dafür um Verständnis. 

Biblische Besinnung

Monatsspruch für den April: Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,20

Sehr geehrte, liebe Gemeindeglieder,

in der Passionszeit, in diesem Jahr vom 6. März bis zum 20. April, kommen die letzten Wochen und Tage Jesu auf der Erde in den Blick. Er nimmt Leiden und Tod auf sich und öffnet uns damit den Weg zu Gott. Jesus nimmt Abschied von seinen Jüngern. Davon erzählt das Matthäusevangelium in den vorangehenden Kapiteln. Und dann in Kapitel 28 gibt der Auferstandene seinen Jüngern den Auftrag, sein Evangelium in die Welt zu tragen und zu taufen. Und er gibt Ihnen die Zusage: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." 

Jesus weist einen Weg aus Tod und auch aus Trauer. Das ist kein leichter Weg und jeder und jede, die um einen Menschen trauert, weiß das und muss seinen eigenen Weg finden.  Abschiedsmomente kommen in Erinnerung, gemeinsame Zeit, schöne und liebevolle Begegnungen.

Jesus sagt: Ich bleibe bei euch. Auf eine andere Weise ist er da, bis heute, wenn wir miteinander Abendmahl feiern und uns an ihn erinnern, wenn Menschen in seinem Namen zusammen sind. Seine Liebe wächst in uns und andere Menschen warten auf sie.

Immer wieder habe ich schon einen Menschen, der schon gegangen ist, mir ganz nahe gespürt, an besonderen Tagen und Momenten. Auch was er mir bedeutet hat, bleibt in mir. Immer noch kann eine Erfahrung mit ihm, ein Wort von ihm, das er einmal gesagt hat, trösten. Immer noch spüre ich den Mut, den er mir gemacht hat. Dann ist es fast so, als wäre er noch einmal da.

"Ich bin bei euch alle Tage". Mit Jesus hat Gottes Reich mitten unter uns begonnen und es wächst unter uns mit unseren Worten und Gesten, gestärkt und getragen durch seinen Geist der Liebe. "Bis an der Welt Ende". Das ist der Weg aus Tod und Trauer in das Leben, dass wir das, was wir selbst, von Gott und auch von den Menschen, die wir lieben, an Liebe und Freude und Hilfe bekommen haben, weitergeben an die, die sich danach sehnen.        

                                                                    Ihre Pfarrerin Friederike Fritz

 

Ostern und Auferstehung

Jesus geht voran, geht allen voraus ins Leben. Und Menschen folgen ihm, damals waren es seine Jünger und Jüngerinnen, heute die Menschen, die sein Wort hören und in Herz und Sinn bewegen, ins Leben tragen und bewahren. Es sind Menschen, die sich ermutigen lassen und auf seinen Spuren weitergehen, belebt von Gottes Geist der Liebe, des Glaubens, der Hoffnung.

Durch Jesus berühren sich Zeit und Ewigkeit. Gott weckt mich aus dem, was mich festhalten will, was mich niederdrückt und es bricht sich Raum, was er in mich gelegt hat. Liebevolle Gedanken tragen mich, Erfahrungen mit Menschen, die mich unerwartet verstehen, die mich begleiten, mich aufrichten und trösten.

Christus ist auferstanden. Der schwere Stein ist weggewälzt. In Emmaus ist Gemeinschaft entstanden, die trägt, bis heute, am Tisch, im Mahl. Die Jünger sind dazu bereit, einem Fremden Brot und Wein zu reichen. Und Jesus Christus ist selbst anwesend.

Wenn Menschen Gemeinschaft leben, einander nahe sind, Nähe schenken, miteinander Mahl halten, offen einander begegnen, in Sorge füreinander, aufmerksam, dann ist er selbst mitten unter ihnen und sein Licht erhellt die Dunkelheit.

Ernsbacher Rückblick

3+1-Aktion Nachtwächterführung

Mit unseren Konfirmanden hatten wir am 22.02.2019 (zum ersten Mal) um 17 Uhr, bei herrlichem Sonnenschein, eine Nachtwächterführung in Forchtenberg. Dass dies eine ganz besondere Führung war, wurde uns allen erst am Ende klar.

Die Nachtwächterin führte uns zuerst über die Posaunengasse zum Backhaus. Es war sehr interessant, die Geschichte zu erfahren, die sich hinter diesem Gebäude versteckt. Zu sehen, wie der Uhrenwächter früher gewohnt und gelebt hat, war eine Erfahrung wert. Keiner von uns wusste im Voraus, dass Forchtenberg den ältesten Biergarten, das älteste Haus in Hohenlohe und die älteste, mechanische und funktionierende Uhr der Welt hat. Darüber macht man sich im Alltag keine Gedanken.

Doch die Führung ging weiter. Sie führte uns zum Brunnen mit seiner Geschichte, zum fehlenden Stadttor bis hin zum Marktplatz. Dass die Alliierten den Marktplatz bei einem Bombenangriff „erschaffen“ haben, wussten wir vorher auch nicht. Die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, war beeindruckend.

Unsere vorletzte Station führte uns ins Rathaus. Hier haben wir sehr viel über das Leben der Geschwister Sophie und Hans Scholl erfahren. Klar kennt die Namen jeder, der sich mit der deutschen Geschichte etwas befasst. Jedoch wissen die wenigsten, wie die Kindheit der Geschwister Scholl war. Mit wem sind sie wo aufgewachsen, wer waren ihre Freunde, was haben sie in ihrer Kindheit erlebt? In Forchtenberg leben und lebten die Freunde, Familie und Bekannten der Geschwister Scholl, die diese Zeit miterlebt haben. Was für ein Reichtum!

Am Ende der Führung haben wir uns die Büste von Sophie Scholl genauer angesehen. Ein Gesicht, der man die Lebensfreude und die Entschlossenheit von Sophie ansieht. Einer Konfirmandin ist aufgefallen, wann Sophie Scholl gestorben ist und wir hatten alle eine dicke Gänsehaut. Sie hat am 22.02 um 17 Uhr ihr Leben verloren. Die letzten Worte von Sophie waren damals: „So ein herrlicher sonniger Tag und ich muss gehen. Aber wie viele müssen heutzutageauf den Schlachtfeldern sterben, wie viele hoffnungsvolle Männer. Was liegt an meinem Tod, wenn durch unser Handeln Tausende Menschen aufgerüttelt und geweckt werden.“

Herzlichen Dank geht an Ute Schuster für diese außergewöhnliche und einmalige Nachtwächterführung!                                                                               Euer 3+1 Team

 

 

Weltgebetstag der Frauen

Kommt, alles ist bereit! In diesem Jahr haben Frauen aus Slowenien den Weltgebetstag vorbereitet. Traditionell treffen sich an jedem ersten Freitag im März Christen um auf der ganzen Welt miteinander zu beten und zu singen und meistens auch zu essen. Slowenien war uns hier eher weniger bekannt, obwohl Slowenien in Mitteleuropa liegt. Am Mittelmeer gelegen und doch touristisch seltener besucht. Was wohl auch mit den Jugoslawischen Konflikten der 90´er Jahre zu tun hat.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Ernsbacher und Sindringer Frauen,  die für uns diesen Abend vorbereitet haben und dieses nahe und doch so fremde Land für uns entdeckt haben.   

 

 

Hauptvisitation im Norddistrikt 

Seit dem 23. Februar findet im Norddistrikt die Hauptvisitation für die Kirchengemeinden im Norden des Kirchenbezirks statt. Am 23. Februar trafen sich die Kirchengemeinderätinnen und -räte und jeweils fünf weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Limeshalle in Sindringen. Dekanin Waldmann und Pfarrer Köhrer aus Langenbeutingen schauten mit den Mitabreiterinnen und Mitarbeitern des Kirchenbezirks auf die gute und wertvolle Arbeit der Ehren- und Hauptamtlichen des Norddistriktes und auf die Wünsche und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Der Blick in die Zukunft war an diesem Morgen und Nachmittag wichtiger Bestandteil. Wie bewegen wir Kirche, was ist uns wichtig, wie gehen wir miteinander einen guten Weg.

Am 12. März fand im Gemeindehaus in Orendelsall ein Abend mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinden statt. Es ging darum, miteinander ins Gespräch zu kommen: Was brennt in uns, was ist uns für unsere Arbeit wichtig, was wollen wir jungen Menschen weitergeben? Und was sind unsere Wünsche und Perspektiven für die Zukunft.

Am 28. März wird sich Dekanin Waldmann im Gemeindehaus in Ernsbach mit den Mitarbeiterinnen in der Seniorenarbeit der Kirchengemeinden treffen und mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Am 29. März wird sie im Gemeindehaus in Ohrnberg mit den Kirchenpflegerinnen und Kirchenpflegern zusammenkommen und am Nachmittag im Gemeindesaal in Sindringen mit den Sekretärinnen und Sekretären. 

Dekanin Waldmann hat sich auch mit den Bürgermeistern zusammengesetzt und wird auch mit Landwirten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Flüchtlingsarbeit, den Mesnern und Mesnerinnen, Hausmeisterinnen und Hausmeistern der Gemeindehäuser, den gewählten Vorsitzenden der KGR-Gremien und mit Partnern aus der Ökumene ins Gespräch kommen.

Am 7. April findet um 18.00 Uhr zum Abschluss der Visitation ein gemeinsamer Gottesdienst für alle Kirchengemeinden statt: in der Kirche in Forchtenberg.                      

Ihre Pfarrerin Friederike Fritz

Ernsbacher Ausblick

Konfirmation

In diesem Konfirmandenjahr besuchen 11 Konfirmandinnen und Konfirmanden den Konfirmandenunterricht, 5 aus Ernsbach und  6 aus Sindringen. Die Lernverse für die Konfirmation sind bekannt gegeben, die ersten Einladungen zum Fest der Konfirmation sind geschrieben.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die liebevolle Vorbereitung und Begleitung durch 3+1 durch Konfirmierte und unter der Leitung von Ute Sorg und Tanja Müller.

Am 18. Mai feiern wir die Konfirmation in Ernsbach, am 26. Mai in Sindringen. Ich freue mich auf den pichorbello und den Gesangverein Sindringen, die die Festgottesdienste musikalisch gestalten.

Ich wünsche allen Beteiligten einen gesegneten Gottesdienst und ein schönes Fest in den Familien   

 

 

Seniorennachmittag

Am 2. April (Thema „Johanneskirche“)und am 7. Mai 2019 (Thema: „Demenz“) laden wir wieder herzlich zum Seniorennachmittag in Ernsbach ein.

Und am 30. April (Thema: “Was für ein Vertrauen“) und 28. Mai (Thema: „Heiliger Geist“) in Sindringen. Jeweils um 14.00 Uhr in Ernsbach im Gemeindehaus und im Sindringer Gemeindesaal.

 

Seniorenausflug

Auch in diesem Jahr laden wir wieder zum Seniorenausflug ein: Am Dienstag, den 2. Juli 2019.

Wie immer wird es ein Halbtagesausflug sein. Wir fahren mit dem Bus um die Mittagszeit los. Der genaue Tagesverlauf wird noch bekannt gegeben, auch das Ziel des Ausflugs ist noch in Planung.

Im Gemeindebrief „Juni-Juli“ wird dann alles bekannt sein. Wir weisen nur in dieser Gemeindebriefausgabe schon auf den Ausflug hin, weil er dieses Jahr im Juli und nicht wie gewohnt im Juni stattfindet. Im Juni liegen dieses Jahr die Pfingstferien.

 

 

Ökumenischer Gottesdienst zum Töpfermarkt

Den Sonntag einmal anders beginnen: Zur Ruhe kommen, dem Leben mehr trauen als dem Tod, gemeinsam singen und beten –  MÄRCHENHAFT?

Nein: Herzliche Einladung zum ökumenischen Gottesdienst zum Töpfermarkt am Sonntag, 19. Mai 2019; 9.30 Uhr in die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche in Sindringen. Wir freuen uns auf Sie!

Pfarrer Volker Keith und der Kirchengemeinderat der evangelischen Kirchengemeinde Sindringen.

Auch in diesem Jahr wird es in der Kirche eine kleine Ausstellung mit Töpferwaren der vergangenen Jahre geben.

Die Kirche ist während des Marktgeschehens geöffnet.

 

 

Christi Himmelfahrt

Gott traut uns zu, ohne seine sichtbare Gegenwart in seinem Geist tätig zu werden. So heißt es in der Apostelgeschichte Kapitel 1, 8-11:

Mit Christi Himmelfahrt sind auch wir heute angesprochen, in Gottes Liebe zu bleiben und aus ihr heraus zu handeln. Es gibt und gab immer wieder Menschen, die sich von Gottes Geist haben erreichen und sich noch erreichen lassen; Menschen, die es ernst machen mit dem Auftrag Jesu; Menschen, die sich für das Reich Gottes einsetzen, die Liebe weitergeben und das Leben stärken. Ihre Kraft kommt aus dem Himmel, aus der Gegenwart des Auferstandenen Christus. Wir werden heute wieder eingeladen, offen zu sein für Gottes Geist. Wir dürfen auf seine Hilfe vertrauen. Und unser Auftrag gilt dieser Welt und unseren Mitmenschen. Gott hat die Welt in der Hand – bis Jesus wiederkommt, sollen wir aber die Hände nicht in den Schoß legen. Die Zukunft liegt nicht in unserer Hand – doch wir arbeiten daran mit.  Ihr werdet meine Zeugen sein! Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen! Worte wie ein mutiger Schubs ins Leben.

Ihre Pfarrerin Friederike Fritz