Neues vom Gemeindebrief August und September 2019

Auf dieser Seite können Sie ausgewählte Inhalte aus unserem aktuellen Gemeindebrief entdecken. Besinnliche Texte von Pfarrerin Fritz, Rückblicke auf unsere Gemeindeaktivitäten, sowie Veranstaltungshinweise und einen Plan für feststehende Termine.

Aus Gründen des Datenschutzes und des Urheberrechtes werden wir auf Fotos, Grafiken und Zeichnungen leider verzichten. Auch mit Namen, Telefonnummern und E-Mailadressen werden wir uns an dieser Stelle zurückhalten. Wir bitten dafür um Verständnis. 

Biblische Besinnung

Monatsspruch für den September: Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele. Matthäus 16,26

Sehr geehrte, liebe Gemeindemitglieder, 

im Monatsspruch September, so verstehe ich ihn, werden wir an die Empfindsamkeit unserer Seele erinnert. Es ist gut, dass wir empfindsam sind, dass wir sehen und spüren, den Menschen an meiner Seite, die Geschöpfe unserer Erde, die Natur mit allem, was sie braucht und damit auch wir selbst, um sein zu können. Bei Kindern ist die Sensibilität für das Leben oft noch deutlicher sichtbar, als bei Erwachsenen. Verletzungen im Laufe des Lebens, härten ab und lassen oft darüber hinwegsehen, über das Leiden anderer und darüber, was eigentlich Not tut.

Ich denke heute ist es wichtig, wieder sensibler zu werden auch für die Empfindsamkeit des Gegenübers. Ich denke, heute ist es ganz wichtig, aktiv an einem guten Miteinander zu arbeiten. Anstatt auf fake News und Halbwahrheiten zu bauen, wieder auf Miteinander und Füreinander setzen. Wenn jeder etwas tut, dann können das so viel mehr gute Erfahrungen sein. Das Selbstvertrauen auf die eigenen Möglichkeiten, am Guten beizutragen, wächst und bei denen, denen das Gute zu Teil wird, wachsen Hoffnung und Vertrauen. Mit vielen kleinen Schritten können wir gemeinsam wieder mehr Vertrauen finden ineinander und in unsere Zukunft. Und Gott stärkt uns dazu.                                                                               

Ihre Pfarrerin Friederike Fritz

 

Was für ein Vertrauen 2. Könige 18,19 

Vertrauen ist eine Kraft, die uns tragen kann. Vor allem im Verbund. Und gleichzeitig ist Vertrauen etwas sehr Verletzliches. Vertrauen ist stark und gleichzeitig beschützenswert. 

„Was für ein Vertrauen“- das ist die Losung für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Er ist vom 19.-23. Juni 2019 zu Gast in Dortmund.

„Diese Losung hat ein hohes aktuelles Potenzial“, meint Annette Kurschus, die leitende Geistliche der gastgebenden westfälischen Kirche. „Die Losung stammt aus einer eher unbekannten Geschichte im Alten Testament der Bibel - aus einer kriegerischen Szene. Gewalt und Auseinandersetzung gibt es da, feindliche Rivalität zwischen unterschiedlichen Religionen. Der Textzusammenhang ist sperrig und verwirrend. Und gerade darin erschreckend aktuell. Es geht um Gottvertrauen. Darum, wie es zum Leben hilft. Wie es darüber hinaus Politik beeinflusst und gesellschaftliches Handeln.“

„Wir wissen aber, dass Vertrauen nicht befohlen oder angeordnet werden kann. Nur wer bereit ist, anderen zu vertrauen, kann auch Vertrauen bekommen. Die Losung ist also bestens geeignet, um darüber zu reden, in welcher Welt wir leben wollen und in welcher Welt nicht. Sie passt zu Dortmund, zu

einer Region, in der Menschen mit schwierigsten Problemen, mit gravierenden Strukturveränderungen, fertiggeworden sind. Auf die Frage „Was tun?“ haben viele Menschen im Revier geantwortet: „Wir tun was.“ 

                            

Sindringer Rückblick

„Keiner lebt für sich allein!“ (Römer 14, 7) 

Das war die Überschrift zu unserem Erntebittgottesdienst am 30. Juni am Badeplatz in Sindringen.

Wir können in unser Leben hineinschauen und sehen, dass wir einander brauchen. Auch heute in unserer modernen Gesellschaft, in der so viele selbstbestimmt leben können. Wir empfinden vielleicht, wie wir alle mit unserer Arbeit aufeinander angewiesen sind und hoffentlich auch, wie wir auf Gott angewiesen sind, der hinter und über allem steht.

Wir brauchen die Gaben, die unser Leben erhalten, all das, was wir als Nahrung haben, all das, was das Land hervorbringt. Es sind die Lebensmittel, eine kostbare Gabe Gottes, die wir auch dank all derer haben, die mit Mühe und Fleiß in der Landwirtschaft arbeiten.

Es war ein sehr schöner Gottesdienst am Kocherufer. Wir haben eine die Taufe gefeiert und die Konfirmandinnen und Konfirmanden des neuen Jahrganges haben sich den Gemeinden vorgestellt. Und das haben sie gut gemacht.

Ich bedanke mich ganz herzlich für alle Vorbereitungen und bei allen, die am Gottesdienst beteiligt waren, bei unserem Kirchengemeinderat, bei unserer Mesnerin, bei dem Herrn, der für das Mikrofon gesorgt hat, beim Posaunenchor Niedernhall-Forchtenberg und bei unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Im Anschluss an den Gottesdienst sind noch einige Gemeindeglieder zum gemütlichen Beisammensein bei Wust, Weck, Kaffee und Kuchen geblieben. Das war schön.

 Seniorenausflug 

Am 2. Juli 2019 fuhren die Senioren der Kirchengemeinden Ernsbach und Sindringen zur Dorfkäserei nach Geifertshofen. Pünktlich um 12.00 Uhr ging es in Ernsbach los, anschließend lud der Bus von Müller-Megerle noch die Sindringer ein. Es ging durch schöne Landschaften und Felder und wir kamen um 13.15 Uhr in Geifertshofen an, wo wir gleich in den großen Saal über der Käserei geführt wurden. Dort war schon alles schön hergerichtet, mit Gläsern, Sprudel und Bauernbrot. Auf der anderen Seite stand der Käse, den wir später probierten.

Zuerst wurden wir aufgeklärt, wer überhaupt die Käserei mit Milch beliefert. Es sind etwa13 Bauern, die ihren Kühen nur Heu füttern dürfen, kein Zusatzfutter. Bei anderen Molkereien bekommen die Bauern nur 31 Cent pro Liter Milch, in Geifertshofen bekommen sie 62, so dass die Arbeit auch belohnt wird. Bei den anderen Molkereien legen die Bauern immer drauf, da mindestens 40-45 Cent nötig sind. Es wurde ein Film gezeigt, der die einzelnen Abläufe nochmal zeigte. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, ging es ans Käse probieren. Wir probierten 4 verschiedene Käsesorten, die alle erklärt wurden. Zum Beispiel wo, und wie jeder gereift ist. Nachdem alles verspeist war, ging es runter in den Laden, wo jeder von uns nach Lust und Laune einkaufen konnte, nicht nur Käse.

Anschließend fuhren wir nach Vellberg. Dort war vor dem Stadttor eine Eisdiele und alle haben ein Eis gegessen. Danach ging es zur Einkehr nach Enslingen wo unsere Speisen schon gerichtet waren. Um 20 Uhr waren alle wieder zuhause. Es war ein schöner Ausflug.  

                                                           Hannelore Müller-Thum

Sindringer Ausblick

Pfarrkonvent auf dem Liebfrauenberg im Elsass

In diesem Jahr war der Kirchenbezirk zur Dienstreise auf dem Liebfrauenberg im Elsass. Die Pfarrer und Pfarrerin des Kirchenbezirks Öhringen haben sich zusammen mit Dekanin Waldmann Gedanken zur Zukunft unserer Kirchengemeinden gemacht.

Durch den Pfarrplan 2024 fallen im Kirchenbezirk 2,75 Pfarrstellen weg. Das führt zu Veränderungen in den Kirchengemeinden und zu mehr Kooperation und Zusammenarbeit. Sindringen und Ernsbach werden ab spätestens 2024 von dem Pfarramt Forchtenberg verwaltet. Die Pfarrämter Forchtenberg, Orendelsall und Baumerlenbach arbeiten in verschiedenen Bereichen eng zusammen.

Wie kann alles gut gestaltet werden? Wie kann die Zusammenarbeit gelingen, was muss und wird sich verändern? Wie können die gewohnten Strukturen und Angebote der Kirchengemeinden umstrukturiert werden. Die Gemeinden kommen in den Blick und das, was für sie wichtig ist. Kann etwas Neues entstehen, das bisher noch gar nicht im Blick war?

Wir haben über die Schwerpunkte und Stärken und Schwächen der Pfarrer gesprochen. Können wir sie so nutzen, dass gute übergemeindliche Angebote entstehen?!

Die Ideen, die auf dem Pfarrkonvent in den Blick kamen, werden in den folgenden Wochen und Monaten durch verschiedene Arbeitskreise in der Pfarrerschaft noch vertieft.

Neben den verschiedenen Arbeitseinheiten haben wir zusammen auf dem Liebfrauenberg Andachten und einen Gottesdienst gefeiert. Wir haben die Geselligkeit bei den Mahlzeiten genossen, mit Musik und Flammkuchen im Vorgarten der Tagungsstätte beispielsweise. Auch ein Ausflug stand auf dem Programm. Zwei Stunden haben wir im Bunker der Maginotlinie verbracht und sind bei der Burg Fleckenstein ein wenig gewandert.

Wie wird sich unsere Kirche verändern? Am Besten sicherlich, wenn viele Menschen aus den Kirchengemeinden sich einbringen, ihre Interessen und das, was Sie bewegt. Sie können mitgestalten, unsere Gesellschaft so, wie sie in die Zukunft gehen soll und kann. Das können Sie auch tun, indem Sie sich zur Kirchengemeinderatswahl aufstellen lassen. Ab dem 1. Dezember werden wir nur noch eine Kirchengemeinde Sindringen-Ernsbach sein und wer jetzt bei der Kirchenwahl am 1. Dezember zum Kirchengemeinderat gewählt wird, der gestaltet aktiv mit, die Begegnungen mit der Kirchengemeinde Forchtenberg, die Zusammenarbeit der Kirchengemeinde Sindringen-Ernsbach, die Gebäudeverwaltung, die Aktivitäten der Kirchengemeinde. Sie sind herzlich eingeladen! Lassen Sie sich zur Kirchengemeinderatswahl aufstellen. Wenn Sie das gerne möchten, melden Sie sich im Pfarramt oder sprechen Sie mich oder einen unserer Kirchengemeinderätinnen und -räte an. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. Aber auch, indem Sie sich ehrenamtlich in den verschiedenen Gruppen und Kreisen engagieren oder einfach dazu kommen, entscheiden Sie darüber mit, was in unserer Kirchengemeinde wächst und sein kann und darüber, wie wir mit Forchtenberg zusammen unterwegs sein werden. Ich denke, es ist jetzt wichtig, dabei zu sein, Interesse zu äußern, zusammen unterwegs zu sein. Wir alle, sind die Kirche heute und die Kirche der Zukunft. 

Seniorennachmittage

 

Am 24. September um 14 Uhr findet in Sindringen unser nächster Seniorennachmittag statt, in Ernsbach am 01. Oktober, jeweils mit einem Reisebericht. Wohin die Reise geführt hat, das erfahren Sie über das Mitteilungsblatt. Herzliche Einladung an alle, die gerne kommen möchten.

Ihre Pfarrerin Friederike Fritz